Henri-Nannen-Schule Bewerbung
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Wieso Journalistenschule?

Was unterscheidet die Henri-Nannen-Schule vom klassischen Volontariat?

Ein Lehrgang besteht aus 20 Personen. Deren Übungsarbeiten werden von den Referenten und Seminarleitern, manchmal auch von der Gruppe selbst, intensiv besprochen und korrigiert. Eine solch effiziente Betreuung ist in der Hektik des Redaktionsalltags für Volontäre kaum möglich.

In den Journalistenschulen ist bis vor kurzem trimedial unterrichtet worden: Print (Zeitungen und Zeitschriften), Radio und Fernsehen. Diese Trennung ist nun aufgehoben; die Digitalisierung hat zu einer Konvergenz der Medien geführt, auch in der Ausbildung. Am deutlichsten zeigt sich dies im Seminarblock „Crossmedia“, dort  verschmelzen Online-Journalismus (v. a. audiovisuelle Formen), Radio und TV zu einer Lehreinheit. Die breit angelegte Ausbildung hat zum einen den Vorteil, dass Absolventinnen und Absolventen, die später freiberuflich arbeiten, nicht nur auf eine Mediengattung angewiesen sind.  Zum anderen wird damit frühzeitig die Plattform geschaffen für Crossmedia-Projekte, ohne die es künftig keine attraktiven Printmedien mehr geben wird. Außerdem haben die Nachwuchsjournalisten die Chance, ihre Begabung für die verschiedenen Mediengattungen zu erkennen. Im klassischen Volontariat lernt der Volontär des Handwerk in der Regel nur für ein Medium.

Durch die vier Praktika (fünf bis elf Wochen), die in die Schulausbildung integriert sind, ergeben sich Einblicke in Verlagskulturen und Kontakte zu Redaktionen, die später sehr nützlich sind. Im besten Fall bekommt eine Praktikantin bzw. ein Praktikant, der besonders positiv aufgefallen ist, ein Angebot für die Zeit nach der Ausbildung. Wer frei arbeiten will, weiß dann, an wen er sich wenden muss, wenn er eine Geschichte anbieten möchte. Wertvolle Kontakte und Ratschläge garantiert auch die Auswahl der Dozenten und Abendgäste: ausnahmslos erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus Print-Redaktionen und elektronischen Medien.

Nicht zuletzt hat die Tatsache, dass sich 20 junge Leute eineinhalb Jahre lang in einer Gruppe zusammenraufen müssen, erzieherischen Wert. Die Lehrgangsteilnehmer/innen lernen, in Diskussionen ihre Meinung zu sagen, im Team zu arbeiten, Konflikte auszuhalten und zu bewältigen, sich durchzusetzen, Probleme auf demokratische Weise zu lösen.

Schulleiter verstehen sich auch als Mentoren, die ihre Schützlinge im Laufe der Ausbildung gut kennen lernen und sie in Bezug auf deren beruflichen Chancen nach bestem Wissen und Gewissen beraten.

Bei all diesen Vorteilen sollte man nicht vergessen, dass Journalistenschulen zwar eine Art "Königsweg" in den Beruf darstellen, aber schon auf Grund ihrer Aufnahmekapazitäten ein Nadelöhr sind. Viele talentierte junge Menschen scheitern an den Auswahlverfahren, weil eben auch Glück dazu gehört, um es zu schaffen. Ihnen bleiben andere Wege.

 

 


Henri-Nannen-Journalistenschule – 20444 Hamburg
Telefon 040/3703-2376  –  Fax: 040/3703-5698
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